aRtV photography
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Über aRtV photography
Es folgt nicht direkt eine Biografie, sondern eine Überlegung zu einer Form der Fotografie.
Kürzlich wurde mir die Frage gestellt, ob Emotionen beim Fotografieren eine Rolle spielen dürfen. Können sie das angestrebte Ergebnis unbeabsichtigt beeinflussen?
Nun, meiner Meinung nach tun sie das immer. Nur geschieht das auf verschiedenen Ebenen.
Man kann technisch perfekt fotografieren, ohne dabei emotional etwas zu empfinden. Aber bei der Fotografie aus dem „Bauchgefühl“ heraus geschieht etwas anderes: Man reagiert auf eine Kombination aus Licht, Situation, Person, Umgebung und vor allem auf den eigenen Gemütszustand in diesem Moment.
Das bedeutet keineswegs, dass diese Bilder dann automatisch eine autobiografische Bedeutung haben.
Und das ist eine wichtige Nuance.
Ein Fotograf kann ein Bild aus Traurigkeit heraus aufnehmen, ohne dass es „von Traurigkeit handelt“.
Oder ein Bild in einer glücklichen Phase aufnehmen, das im Nachhinein, wenn sich die Umstände geändert haben, eine völlig andere Bedeutung erhält.
Der Betrachter könnte daraus niemals den persönlichen Gemütszustand des Fotografen ableiten.
Aber du selbst als Fotograf kannst das im Nachhinein durchaus entdecken.
Und vielleicht ist das eines der interessanten Dinge an meiner Arbeit: Ich scheine mir nicht immer zuerst eine Geschichte auszudenken und dann ein Foto zu machen.
Manchmal scheint es umgekehrt zu sein: Ich mache ein Foto, weil mich etwas an der Situation berührt, und erst später entdecke ich, warum.
Natürlich