Sabine Minten, *1960, Freischaffende Künstlerin
Studium der Malerei bei Volker Altrichter und Prof. Thomas Egelkamp, Kunstakademie Artefact Bonn
Schauplätze aus dem Alltäglichen, Momentaufnahmen des modernen Lebens sind Motive der gegenständlichen Malerei von Sabine Minten. In artifizieller Inszenierung durchdringt Farbe den Bildraum wie eine Flüssigkeit, wie Luft oder besser noch: wie eine immaterielle Substanz. Die Menschen hierin erscheinen in unwirkliche Farben und Lichter getaucht und so dem Betrachter entrückt. Die Bilder erzählen von eigenartigen Schwebezuständen, von Auflösung und Verkapselung, vom Warten auf etwas Unbestimmtes.
Eine andere - völlig ungegenständliche - Bilderwelt kreist um imaginären und imaginierten Ereignisraum von Farbe auf der Suche nach dem Gleichgewicht zwischen Anspannung und Loslösung. Die Geschichte, das Ereignis werden nicht gegenständlich - und sind doch da. So bleibt eine Spannung des Anwesend-Abwesenden, die zuallererst eine rein malerische ist.
Ausgangspunkt der Malerei von Sabine Minten ist dabei immer wieder ein sinnenhaftes Erleben von Natur. Farbräume und magisch leuchtende Farbfelder reagieren mit formgebenden Linien, konzentrieren sich, lösen sich und finden zum ästhetischen Einklang. Ihre Bilder führen den Betrachter in eine besondere innere Welt, in der sich äussere Offensichtlichkeit in einen emotional erfahrbaren Zustand auflöst.