Exit the Ballets Russes von Fernand Léger bezieht sich auf seine intensive Zusammenarbeit mit den berühmten Ballets Russes von Sergei Diaghilev in den 1920er Jahren. Léger entwarf Bühnenbilder und Kostüme für mehrere Produktionen und übertrug seine charakteristische geometrische Formensprache auf das Theater. In diesem Werk reflektiert er über die Begegnung von bildender Kunst, Musik und Bewegung. Die Figuren und Formen wirken fast mechanisch konstruiert, mit klaren Konturen, harten Farbflächen und rhythmischer Anordnung. Damit unterstreicht Léger nicht nur die Energie des modernen städtischen Lebens, sondern auch den Wandel des Theaters, in dem Bühnenbild und Choreografie immer abstrakter werden. Exit the Ballets Russes kann als visuelles Echo einer innovativen künstlerischen Ära gelesen werden, in der Künstler, Komponisten und Tänzer intensiv zusammenarbeiteten. Das Werk zeigt, wie Léger die menschliche Figur auf kraftvolle, geometrische Konstruktionen reduzierte und gleichzeitig die Dynamik und Bewegung des Tanzes anschaulich darstellte.
