Studio Pronk.
Studio Pronk.
Über Studio Pronk.
Studio Pronk schafft Stillleben, die prahlen.
Das Prahl-Stillleben ist eine niederländische Erfindung: das üppige
Stillleben aus dem Goldenen Zeitalter, in dem ein umgestürztes Glas, eine halb
geschälte Zitrone und eine schwere Silberschale gemeinsam davon schwärmten,
wie gut das Leben war. Ich hole dieses Genre aus dem Museum und stelle es
flach hin. Keine dunklen Laken und kein Kerzenlicht, sondern harte Flächen,
dicke Linien und fünf Farben.
Meine Arbeit beginnt digital. Ich nutze KI, um schnell Dutzende von Kompositionen
nebeneinander betrachten zu können, denn ein Stillleben steht und fällt mit dem
Verhältnis zwischen den Objekten, und das beurteilt man erst, wenn man sie sieht.
Was dabei herauskommt, ist nie das Endergebnis. Ich zeichne jede Form neu nach
als Vektor, lasse die Hälfte der Details weg, zeichne die Linien neu, sodass
sie unterschiedlich dick sind, und stelle die Farbpalette von Hand zusammen. Dieser
Schritt ist die eigentliche Arbeit. Er ist auch der Grund, warum meine Werke nicht glatt sind:
Eine Linie, die ein wenig wackelt, lässt sich aus drei Metern Entfernung besser lesen als
eine perfekte.
Ich arbeite in Serien. Zwölf Werke mit derselben Farbpalette und derselben
Strichstärke, von denen man zwei oder drei nebeneinander hängen kann, ohne
dass es unübersichtlich wird. Meine Farben stammen aus den siebziger Jahren:
tiefes Orange, Koralle, Bordeauxrot, gebrochenes Weiß. Meine Formensprache stammt aus
den niederländischen Siebd